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ein Ort des LebensSonnengartenlebendige AlterskulturWeiterbildung

Leitbild Pflege

Das vorliegende Pflegeleitbild für die stationäre Pflege im Hermann- Keiner- Haus dient der gemeinsamen Orientierung aller in den Pflegebereichen arbeitenden Mitarbeiter/innen.

 Unsere Arbeit beruht auf der Überzeugung, wie wir sie aus dem anthroposophischen Menschenbild nach Rudolf Steiner annehmen, dass in jedem Menschen eine geistige Individualität lebt, die unsterblich ist. Sie wird weder krank, noch altert sie. Alt und schwächer werden nur der Körper und die ihn erhaltenden Lebensfunktionen. 

Dabei sind uns folgende Handlungsprinzipien besonders wichtig:

 Hülle bilden:                                                     

Wir halten es für unsere Aufgabe, unser Handeln und die Lebensumgebung im Hermann- Keiner- Haus so zu gestalten, dass jeder, der bei uns lebt, sich sicher, aufgehoben und zu Hause fühlen kann. Es kommt uns deshalb darauf an, eine soziale Atmosphäre zu schaffen, die Vertrauen und Geborgenheit ausstrahlt und einen Raum bildet, in dem ein alter Mensch „So sein kann“ und „So akzeptiert wird“, wie er in seiner eventuellen Gebrechlichkeit, Desorientiertheit und Besonderheit ist.

 

Biografie sehen:

Wir möchten jeden Menschen, der bei uns lebt, aus seiner Biographie heraus verstehen. Das setzt ein liebevolles Interesse für jeden Menschen voraus, ebenso wie ein ernsthaftes und taktvolles Betrachten seiner Lebensgeschichte. Wir achten und respektieren die individuelle Persönlichkeit eines Menschen mit seiner eigenen Biographie und Weltanschauung, auch wenn er sich nach geltenden Maßstäben ungewöhnlich benimmt, unsere Realität nicht teilt oder sich kaum mehr äußern kann.

 Individualität berücksichtigen:

In unserer Arbeit suchen wir immer wieder nach Wegen, uns in der Begegnung mit einem Menschen an seiner Individualität zu orientieren, seinen gesunden Wesenskern anzusprechen und diesen von seinem gebrechlichen Körper zu unterscheiden.

 Orientierungsmöglichkeiten anbieten:

Als besondere Aufgabe betrachten wir es, die Menschen, die sich in ihrer letzten Lebensphase immer mehr aus unserer Realität zurückziehen und desorientiert oder dement werden, angemessen zu begleiten. Wir suchen beständig nach therapeutischen Möglichkeiten und Betreuungsformen, die ihre Persönlichkeit stützen und die Individualität des einzelnen ansprechen. 

Pflege als Brücke zum Seelisch-Geistigen:

Jede Pflegehandlung wirkt nicht nur auf den Körper, sondern auf den ganzen Menschen.

 Angehörige:

Den Begleitern und Betreuern unserer Bewohner stehen wir zur Seite, denn oftmals brauchen sie unsere Unterstützung, um die Veränderungen ihrer Angehörigen besser verstehen zu lernen oder mit dem nahenden Lebensende zurecht zu kommen.

 Sterbebegleitung:

Wir halten es für eine unserer wesentlichen Aufgaben, die Menschen in der Sterbephase und bei den damit verbundenen existenziellen Fragen besonders intensiv zu begleiten und einen dafür angemessenen Rahmen zu schaffen. Dazu gehört auch, nach dem Tode respektvoll mit dem Leichnam umzugehen und den Verstorbenen würdig zu verabschieden.

 

Dortmund, 2004

 

Vorstand und Mitarbeiter/innen